Agrargenossenschaft Hedersleben - Leben für Lebensmittel
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Pflanzenwirtschaft

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Seit Erfindung des Eisenpflugs wurde der Boden für die einzelnen Kulturen gepflügt, dass heißt der Boden wurde gewendet. Diese Art der Bodenbearbeitung ist sehr Zeitaufwendig, kostenintensiv und der Boden ist der Wind und Wassererosion ausgesetzt.

Dies wollen wir anders machen: Kosten runter-Erträge rauf und für den Umweltschutz auch unseren Beitrag leisten. Nach und nach begannen wir unsere Bodenbearbeitungsgeräte nach den Erfordernissen der pfluglosen Bewirtschaftung auszurichten.

Aus heutiger Sicht war das der richtige Weg, denn die Kosten je Erzeugniseinheit sind ständig gesunken, die Erträge gestiegen und den Kräften der Natur haben wir etwas entgegen zu setzen. Die bei uns auf den Feldern stehenden Kulturen werden alle pfluglos gedrillt oder gelegt, denn dieses Verfahren spart Wasser welches den Pflanzen in der trockneren Sommerzeit zur Verfügung steht.

Bei der Aussaat von Getreide, Raps und Mais hat ein weiterer technologischer Fortschrift Einzug gehalten: Die Aussaat mit Unterfußdünger, der mit einem modifizierten Saatschar 5 cm tiefer als die Saat links und rechts neben der Saatreihe abgelegt wird. Jedes Saatkorn entwickelt während seiner Keimung erst Wurzeln und dann den Keim. Somit gelangen die Sämlinge schneller an die deponierten Nährstoffe und haben eine optimale Jungendentwicklung durch ein vergrößertes Wurzelvolumen welches sich auf die gesamte Entwicklung der Pflanze positiv auswirkt.

Zur optimalen Bestandspflege unserer Drusch- und Hackfrüchte sowie Sonderkulturen stehen uns drei Pflanzenschutzmaschinen mit einer Arbeitsbreite von je 36 Metern zur Verfügung. Ein hoher Druck an territorial differenzierten Unkräutern, Insekten und Pilzkrankheiten lassen einen Verzicht auf chemische Hilfe nicht zu. Die Anforderungen an Pflanzenschutzmittel, Ausbringtechnik und Landwirt sind hoch, um die in Deutschland geltenden Vorschriften und Bestimmungen zum Schutz von Mensch, Tier, Natur und Umwelt zu erfüllen. Wir in Deutschland unterliegen den weltweit strengsten Auflagen, Gesetzen, Verordnungen und Kontrollen. So werden die Pflanzenschutzgeräte regelmäßig vom TÜV kontrolliert und die im Pflanzenschutz tätigen Mitarbeiter weitergebildet, belehrt und über Neuerungen informiert und geschult.

Nur nach vorher sorgfältig ausgeführter Bonitur wird entschieden, ob Bekämpfungsrichtwerte verschiedener Schädlinge oder Krankheiten erreicht werden und eine Anwendung von Phytomedizin wirklich notwendig ist.